Geschichte des BachChor an der Nikolaikirche Leipzig

Bereits seit den Tagen Luthers spielte die vokale Kirchenmusik eine bedeutende Rolle an der Leipziger Nikolaikirche. Johann Sebastian Bach wurde hier 1723 in sein Amt als Thomanerkantor eingeführt. Viele seiner Werke, die auch heute noch einen wichtigen Bestandteil des Repertoires des BachChor Nikolaikirche Leipzig darstellen, wurden hier erstmals in der Nikolaikirche aufgeführt. Hierzu zählt die Johannespassion ebenso wie bedeutende Teile des Weihnachtsoratoriums. Seit der Reformation bis zur ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war die Nikolaikirche zudem der zweitwichtigste Auftrittsort der Thomaner in Leipzig.

Damit diese Tradition der vokalen Kirchenmusik auch weiterhin gepflegt werden konnte, gründete Kantor Johannes Piersig 1945 an der Nikolaikirche einen eigenen Chor, die Kantorei St. Nikolai. Die Leitung des Chores gehört seitdem zu den Dienstpflichten des amtierenden Nikolaikantors und wurde von 1993 bis Anfang 2019 von Jürgen Wolf wahrgenommen.

Um die Nikolaikirche als Bachkirche wieder stärker in das Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken, erfolgte im Frühjahr 2006 die Umbenennung der Kantorei St, Nikolai in BachChor Leipzig. Zeitgleich wurde speziell zur Förderung der Kirchenmusik an der Nikolaikirche der Förderverein BachChor Nikolaikirche Leipzig e.V. gegründet.

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